Unnötige Aussagen 1

Zu unnötigen Aussagen in Bewerbungen rechne ich solche, die falsche Vermutungen hervorrufen und somit den Eindruck eines Bewerbers negativ beeinflussen. Oft sind es genau diese Sätze, die einen Bewerber als ungeeignet entlarven. Aus Sicht des Mitarbeiter Suchenden sind diese überflüssigen Sätze eine Hilfe, weil man diese Bewerber schnell aussortieren kann. Für den Bewerber ist es ein k.o.-Kriterium und ist deswegen zu vermeiden.

Eine Bewerberin schreibt:
„Durch meine Ausbildung und zweijähriges Praktika im Kindergarten bringe ich bereits erziehungspraktische Erfahrung sowie die notwendige berufliche Qualifizierung mit.
Hierbei wurde mir auch deutlich, dass eine Kinderpflegerin viel Einfühlungsvermögen und Geduld aufbringen muss.

Neben der falschen Grammatik im ersten Satz fiel mir der zweite besonders auf. Will die junge Frau (20 Jahre) damit sagen, dass sie das vorher nicht gewusst hat? Ist sie mit falschenVorstellungen in die Ausbildung gegangen? Hat sie nun  Einfühlungsvermögen und Geduld oder nicht?
Wenn sie beides besitzt – egal, ob vorher besessen oder durch den Lernprozess in der Ausbildung erworben – dann soll sie es auch so schreiben:
Mit Einfühlungsvermögen und Geduld widme ich mich den Kindern.
Klare Sache, das klingt vertrauenswürdig und überzeugend. Was meinen Sie?

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